Wassertourismus naturverträglich gestalten
Der BUND betrachtet die Bestrebungen der Bundestagsinitiative „Infrastruktur und Marketing für den Wassertourismus in Deutschland verbessern“ mit großer Sorge. In der Machbarkeitsstudie, deren Ergebnisse das Modernisierungskonzept der Wasser- und Schifffahrtverwaltung inhaltlich ergänzen sollen, wird in keiner Weise auf die negativen Auswirkungen von motorbetriebenem Wassertourismus auf Natur und Umwelt eingegangen. So schädigt der z.B. Wellenschlag der Schiffe die Ufer und Röhrichte, ankernde Schiffe in Ufernähe vertreiben brütende Vögel und durch den Betrieb der Bootsmotoren gelangen Treibstoff, Öl und Verbrennungsrückstände ins Wasser. Die flächenintensive Infrastruktur für den Wassertourismus (Stege, Werften, Schleusen usw.)führt zu Eingriffen in häufig schützenswerte Uferbereiche.
Der BUND fordert die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes auf, nicht nur ihre Verantwortung gegenüber dem Schiffsverkehr, sondern auch ihre Verantwortung für den Schutz und Erhalt der Naturressourcen wahrzunehmen. [05.09.2011]
Die ausführliche Stellungnahme des BUND mit Forderungen und Lösungsvorschlägen für einen naturverträglichen Wassertourismus finden Sie hier als PDF-Download (100K).