Sie befinden sich hier:


Forderungen des BUND

Der Ausbau der Elbe soll die Binnenschifffahrt als vermeintlich umweltfreundliches Verkehrsmittel fördern. So hat es sich die neue Regierung im Koalitionsvertrag von 2005 auf die Fahnen geschrieben, so fordern es auch die Lobbyverbände von Industrie und Schifffahrt. Dabei soll mindestens eine ganzjährige durchgängige Fahrrinnentiefe von 1,60 m erreicht werden. Laut eigenen Aussagen der Binnenschifffahrt gelten aber solche Fahrrinnentiefen als unwirtschaftlich. So garantieren zum Beispiel Donau, Mittellandkanal und Elbe-Havel-Kanal 2 m Fahrrinnentiefe und sollen trotzdem weiter ausgebaut werden - die 2 m reichen für das heute gängige Europaschiff nicht mehr aus. Dieses braucht rund 2,50 m Wasser unter dem Bug. Ohne Staustufen wäre diese Tiefe auf der Elbe nur an wenigen Tagen im Jahr erreichbar. Staustufen stehen aber aufgrund des knappen Bundeshaushalts bei den Politikern nicht zur Debatte. Das Ausbauziel 1,60 m wird damit auch wirtschaftlich unsinnig.


Der BUND fordert deshalb:

  • Unterhaltungsmaßnahmen ökologisch verträglich gestalten

    Der BUND fordert Politiker und Wasserbauer auf, sich auf ein minimales, an ökologischen Kriterien orientiertes Unterhaltungsprogramm zu konzentrieren, statt immer mehr Geld in sinnlose Maßnahmen zu versenken. Die bisherigen Baumaßnahmen haben sich als ökologisch und ökonomisch äußerst fragwürdig erwiesen. Vom Ziel, ganzjährig eine Fahrrinnentiefe von 1,60 m für die Schifffahrt garantieren zu wollen, muss endlich Aschied genommen werden!

  • Kein Ausbau / Beachtung von EU-Recht

    Der BUND fordert den sofortigen Stopp des tschechischen Staustufenbaus und der Ausbaupläne für den Elbe Saale-Kanal. Bei allen Unterhaltungsmaßnahmen müssen die geltenden EU-Richtlinien, die den Schutz aller europäischen Gewässer beinhalten, berücksichtigt werden.

  • Naturverträgliche Binnenschifffahrt

    Der BUND fordert eine nachhaltige Binnenschifffahrt, die die Qualität der Flussökosysteme nicht weiter beeinträchtigt. Statt Flüsse weiter auszubauen, müssen die Potenziale einer modernen Verkehrslogistik und der vorhandenen Infrastruktur, insbesondere das Schienennetz, effizienter genutzt werden.









Staustufe Decin

Planung muss überarbeitet werden

... Mehr

Bundesrechnungshof nimmt Elbausbau unter die Lupe

24.03.10: Beim Streit um den Ausbau der Elbe schaltet sich jetzt auch der Bundesrechnunghof ein  

... Mehr

Nein zum Saale-Elbe-Kanal!

Unterzeichnen Sie die Petition, um den Bau des Saale-Elbe-Kanals zu stoppen!

Weitere Infos

Zur Petition





zur Suchfunktion Suche

Metanavigation: