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Die Kampagne "Stopp Havelausbau"


Um den Widerstand gegen den geplanten Ausbau von Havel und Spree durch das Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr 17 (kurz VDE 17) zu formieren, hat der BUND im Dezember 2007 zusammen mit den Berliner und Brandenburger Umweltverbänden NABU, Grüne Liga, DUH und mit dem „Aktionsbündnis gegen den Havelausbau“ die Kampagne „Stopp Havelausbau! Flussretter zeigen Flagge“ ins Leben gerufen.

Mithilfe des Kampagnenportals www.stopp-havelausbau.de wurde der Einspruch von mehr als 20.000 Flussrettern geltend gemacht und schließlich der Stopp der dimensionierten Ausbaupläne erreicht.

Zum Auftakt der Kampagne bliesen am 6. Dezember 2007 die Flussretter der Kampagne vor dem Bundesverkehrsministerium „Sturm“ gegen den Ausbau. In den folgenden zwei Jahren konnte die Havelkampagne große Erfolge erringen:

  • Das Planfeststellungsverfahren zum Ausbau der Berliner Spree wurde im  März 2008 eingestellt. zusätzlich wurde das Planfeststellungsverfahren für den Abschnitt Spandauer Havel erst gar nicht eröffnet. Auch hier wird nun erneut geprüft und geplant, wie der Ausbau mit eingeschränktem Begegnungsverkehr unter ökologischer Optimierung nach WRRL umsetzbar ist.

  • Mit der Klage gegen den Ausbau des Sacrow-Paretzer Kanals konnte das Bündnis der Naturschutzverbände einen gerichtlichen Vergleich erzwingen. Auf die Abgrabung der Ufer, der über 800 alte Bäume und wertvolle Uferlandschaften zum Opfer gefallen wären, werden muss nun verzichtet werden.

  • Im September 2009 fiel die Entscheidung des Bundesverkehrsministeriums, die Ufer von Havel, und Spree sowohl in Berlin als auch der mittleren Havel in Brandenburg nicht mehr für den Begegnungsverkehr von Großmotorgüterschiffen auszubaggern. Mit der Zusage, dass die neue Planung für den eingeschränkten Begegnungsverkehr ohne Uferabgrabungen erfolgen würde, können 900 Bäume erhalten und diese Flussabschnitte ökologisch aufgewertet werden.

  • Mit der Entscheidung der Schwarz-gelben Kolition im Oktober 2009, auf den überdimensionierten Ausbau von Havel, Spree und Sacrow-Paretzer-Kanal für Großschubverbände zu verzichten, wurde der Havelausbau schließlich auch politisch abgesagt. Diese  Entscheidung wurde von der Schwarz-gelben Kolition im Oktober 2009 bestätigt.

Damit hat die Havelkampagne wesentliche Ziele erreicht:

Es wird keine Wasserautobahn durch Berlin und Brandenburg gebaut!

Fast 2000 Bäume konnten gerettet und wertvolle Uferregionen erhalten werden!

Zum ersten Mal erfolgt ein Flussausbau unter ökologischer Aufwertung!


Am 4. September 2010 konnte der Abschluss der Kampagne mit einer Dampferfahrt nach Ketzin gefeiert werden.

Wir danken allen Unterstützern und Helfern, die mit ihrem persönlichen und finanziellen Einsatz diese Erfolge möglich gemacht haben!  


Weitere Infos:

Die Havelkampagne - Chronologie der Ereignisse

Informationen als PDF-Download:

Hintergrundinformation des BUND: Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 17
Stand 12. 06. 2008

Kurz-Position des BUND zu VDE 17
Stand 21.4.08

Das Gerichtsurteil des Bundesverwaltungsgerichts zum Sacrow-Paretzer Kanal

Die Bedarfs-Studie der TU-Hamburg Harburg zu VDE 17

Die Zusammenfassung der zentralen Aussagen der Bedarfsstudie





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