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Forderungen des BUND


Der BUND wertet den Vergleich vor dem Leibziger Bundesverwaltungsgericht, in dem auf die Uferabbaggerungen am Sacrow-Paretzer Kanal verzichtet wird, als großen Erfolg. Nachdem die Wasser- und Schifffahrtsdirektion nach immensem öffentlichem Druck auch auf den uneingeschränkten Begegnungsverkehr auf Havel und Spree und den damit verbundenen  Uferabbaggerungen verzichtet hat, fordern wir erneut:

·     die Berücksichtigung der Ziele der Wasserrahmenrichtlinie zur ökologischen Aufwertung bei allen weiteren Ausbauplänen zu VDE 17

·      Einen naturverträglichen Ausbau der Kleinmachnower Schleuse mit der 115 m Kammer

Damit wird zusätzlich zu der Fertigstellung der fünf Großbaustellen Wasserstraßenkreuz Magdeburg, Elbe-Havel-Kanal, dem Silokanal in Brandenburg, der Schleuse Charlottenburg und dem Westhafenkanal eine enorme Leistungssteigerung für die Schifffahrt erreicht, die den zukünftigen Bedarf deckt und den Forderungen der Binnenschifffahrt nach einer Verbesserung der Fahrverhältnisse Rechnung trägt.

Hier finden Sie wichtige Hintegrundinfos zum Download


Elbe, Havel, Oder - Kein Ausbau!

Die Binnenschifffahrt ist nicht der umweltfreundlichste Verkehrsträger wie ihn die Befürworter gerne sehen würden:

  • Der Energieverbrauch ist höher als bei der Güterbahn
  • Der CO²- und Schadstoffausstoß ist deutlich höher als bei der Bahn
  • der zum ganzjährigen Betrieb notwendige Eingriff in die Flüsse ist aus ökologisch Sicht nicht tolerierbar und mit hohen Kosten verbunden
  • um gegenüber Bahn und LKW konkurrenzfähig zu bleiben, müssen die Schiffe immer größer werden - Dies erfordert immer neue Eingriffe in die Gewässerstruktur.

Dagegen wurde das erklärte Ziel der deutschen und europäischen Verkehrspolitik, die Verkehrsverlagerung vom LKW auf das Schiff, trotz verstärktem Ausbau der Gewässer nicht erreicht!

Naturnahe Flüsse und moderne Binnenschifffahrt schließen sich gegenseitig aus - Alle Ausbaumaßnahmen verstoßen damit gegen die Wasserrahmenrichtlinie der EU und dem dort formulierten Verschlechterungsverbot!

Vor einem weiteren Ausbau der Flüsse müssen deshalb die vorhandenen Kapazitäten ausgeschöpft werden. Nicht die Flüsse sind den immer größer werdenden Schiffen anzupassen, sondern die Schiffe den vorhandenen Gewässerstrukturen. Dazu muss dringend die in der WRRL geforderte Verbesserung der ökologischen Situation der Flüsse und ihrer Nebengewässer erfolgen.



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