1988 brach ein Damm an der bis dahin mit Dämmen, Deichen und Wehren eingeschnürten Radolfzeller Aach – ein Mäander in einem Maisfeld entstand. Der BUND forderte daraufhin das zuständige Wasserwirtschaftsamt Konstanz auf, dem gesamten Bach wieder mehr Raum zu geben. So entstand eines der ersten Projekte zur Gewässer-Renaturierung in Baden-Württemberg.
Trotz anfänglicher massiver Proteste des Bauernverbands vergab das Regierungspräsidium Freiburg 1989 den Auftrag, ein „Wasserwirtschaftlich- Ökologisches Entwicklungskonzept“ zu erstellen. Seitdem wird der Bach Abschnitt für Abschnitt von der Quelle bis zur Mündung erfolgreich in ein wertvolles Biotop rückverwandelt: Seit Beginn der Renaturierung fanden sich 11 neue Arten von Wat- und Wasservögeln wie Bekassinen, Bruchwasserläufer und Waldwasserläufer ein, Biber siedelten sich wieder an Die Radolfzeller Aach wurde ein Modellprojekt für lebendige Flüsse in Europa und über den Global Nature Fund weltweit.
Der BUND Baden-Württemberg hat die Renaturierung über 16 Jahre lang begleitet.
Weitere Infos beim BUND-Landesverband Baden-Württemberg