Die Hohensaaten-Friedrichsthaler Wasserstraße, oft auch kurz HoFriWa genannt, ist ein 1753 fertig gestellter Kanal, der am westlichen Rand des Oderbruchs auf einer Länge von 43 km von Hohensaaten bis Friedrichsthal parallel zu Oder verläuft. Bevor die HoFriWa in die Westoder mündet, nutzt sie auf einer Strecke von 4,2 km den natürlichen Mündungsarm der Welse, der in seinem Zustand noch einzigartig ist. Die HoFriWa führt hier durch den sensibelsten Bereich des Internationalen Nationalparks Unteres Odertal, dem einzigen Auennationalpark Deutschlands. Ihr östliches Ufer grenzt an das Totalreservat, einem Kernschutzgebiet, in dem jeglicher menschlicher Eingriff untersagt ist.
Pläne zum Ausbau
Im Bundesverkehrswegeplan 2003 war vorgesehen, die HoFriWa auf einer Strecke von 9,3 km für Küstenmotorschiffe auszubauen. um den Hafen Schwedt für diese Schiffsklasse erreichbar zu machen. Die Hälfte dieser Ausbaustrecke betrifft die Welse, ein Gebiet, dass u.a. als internationales Ramsar-Feuchtgebiet und Europäisches Natura 2000-Gebiet geschützt ist. Der Fluss sollte begradigt, Ufer abgegraben und verschottert und die Fahrrinne vertieft werden. Damit wären mehrere Hektar Moor und Feuchtgebiete zerstört worden. Dort leben 120 Vogelarten, darunter Gänse, Kraniche, See- und Schreiadler, sowie Biber und Fischotter.