Die Werra ist eines der wichtigsten Fließgewässer im Freistaat Thüringen. Sie entspringt im Thüringer Schiefergebirge und durchfließt das Hügelland am Rand des Thüringer Waldes, um dann nach 298 km in Hessen bei Hannoversch Münden zusammen mit der Fulda die Weser zu bilden.
Besonders im Ober- und Mittellauf ist die Werra an vielen Stellen noch naturnah und unverbaut und bietet vielen seltenen Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum. Hier finden sich unter anderem noch das seltene Bachneunauge und die Westgroppe, weshalb die Werra von den Quellen bis zur hessischen Grenze als FFH-Gebiet ausgewiesen ist. Die sauberen und strukturreichen Abschnitte der Oberläufe sind wichtige Kinderstuben für kieslaichende Fischarten.
Doch auch die Naturparadiese der Werra sind bedroht: die benachbarte Kali-Industrie missbraucht die Untere Werra zur Entsorgung für Salze. Der hohe Salzgehalt der Werra ist für den Rückgang vieler Fischarten verantwortlich.
Um die intakten Lebensräume und die natürliche Vielfalt und Schönheit an der Werra zu erhalten und wieder zu entwickeln, wurde von BUND, NABU und Deutscher Umwelthilfe im Jahr 2000 die Aktion „Lebendige Werra“ ins Leben gerufen.
Weitere Infos: www.lebendige-werra.de