Einst waren Biber durch die intensive Verfolgung der Menschen weltweit am Rand der Ausrottung. Erst durch Schutzmaßnahmen konnten sich die Bestände langsam wieder erholen. Heute sind Biber in Deutschland seit einiger zeit erfreulicherweise wieder auf dem Vormarsch.
Die sympathischen Säugetiere leben „semiaquatisch“, also an Uferzonen, Inseln und in Flachwasserzonen von Gewässern. Hier bauen sie ihre Burgen zur Aufzucht der Jungen und Dämme zur Erhöhung des Wasserstands. Dadurch hatte der Biber in der Vergangenheit teilweise erheblichen Einfluss auf die von ihm bewohnte Landschaft. Der Europäische Biber (Castor fiber L.) war ursprünglich in ganz Europa und in Teilen Asiens verbreitet, heute ist er auf kleine Randgebiete zurückgedrängt worden.
Die Nagetiere werden bis zu 1,40 m lang und 35 kg schwer. Ihr braunes Fell ist extrem dicht und schützt vor Nässe und Auskühlung. Früher wurden Biber aufgrund dieses Fells und auch seines Fleisch wegen gerne gejagt. Dadurch und durch die Vernichtung ihrer Lebensräume standen europäische Biber noch vor wenigen Jahren ganz kurz vor der Ausrottung. Heute gehören die seltenen Tiere nach deutschem Naturschutzrecht und der europäischen Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie (FFH-Richtlinie) zu den streng geschützten Arten.