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Die Wasserrrahmenrichtlinie

Flusseinzugsgebiete in Europa - zum Vergrößern anklicken

Eine ökologische Verbesserung der Gewässer durch ein modernes Flussgebietsmanagement wird durch die Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) der Europäischen Union vom Dezember 2000 gefordert.

Demnach muss zukünftig die ökologische Qualität der Gewässer in der Regel verbessert, zumindest aber erhalten werden.
Prozesse wie Geschiebeumlagerungen, Erhalt und Wiedererlangung der Selbstreinigungskraft, annähernd natürliche Abflussverhältnisse sowie Erhalt und Reaktivierung natürlicher Retentionsflächen und eine vollständige biologische Durchgängigkeit müssen bis zum Jahr 2015 erreicht werden.



Flusseinzugsgebiete

Die Verwaltung der Flüsse soll sich künftig nicht mehr nach Landesgrenzen richten, sondern nach Flusseinzugsgebieten. Internationale Kommissionen übernehmen die Umsetzung der WRRL, für die Oder z.b. die IKSO ("Internationale Kommission zum Schutz der Oder"), für die Elbe die IKSE ("Internationale Kommission zum Schutz der Elbe"), für den Rhein die IKSR, für die Donau die IKSD.

Wesentliche Ziele der WRRL

Bis 2015 muss für alle Gewässer in der EU ein "guter ökologischer und chemischer Zustand" erreicht sein; bis dahin gilt ein Verschlechterungsgebot. Der Eintrag gefährlicher Stoffe muss spätestens in 20 Jahren beendet sein. Um diese Ziele zu erreichen, mussten die Bundesländer bis zum Jahre 2009 für die einzelnen Flusseinzugsgebiete Bewirtschaftungs- und Maßnahmenpläne erarbeiten.

Beteiligung der Umweltverbände

Die Einbeziehung der Öffentlichkeit in die Gewässerbewirtschaftung ist ein zentrales Anliegen der WRRL. Auch die Umweltverbände sollten sich frühzeitig bei der Umsetzung der WRRL beteiligen, um Einfluss auf die grundsätzlichen Maßnahme- und Bewirtschaftungspläne auszuüben.
Im Dezember 2002 erhielt z.B. das internationale Aktionsbündnis "Zeit für die Oder" den Beobachterstatus für die Arbeitsgruppe WRRL der IKSO. So können sich die Umweltverbände an der Umsetzung der WRRL an der Oder beteiligen und Vorbehalte direkt einbringen. Auch an der Elbe ist mit Iris Brunar (BUND) eine Vertreterin der Umweltverbände in der IKSE beteiligt.

Nicht nur die Interessen der Verursacher ist also gefragt, sondern auch die Unterstützung und das Wissen der Umweltverbände. Deshalb wurde vom BUND ein mittlerweile verbandübergreifendes Forum geschaffen: Das BUND WRRL-Forum.

Mangelhafte Umsetzung

Die Entwürfe der Bewirtschaftungspläne liegen inzwischen vor. Doch das Ergebnis lässt für unsere Gewässer nicht viel erhoffen. Schlüssige Pläne, wie unsere Flüsse, Seen und das Grundwasser in den guten Zustand gebracht werden sollen, wurden nicht vorgelegt.
mehr: Die WRRL-Bewirtschaftungspläne


Weitere Infos auch unter
www.bmu.de
www.wrrl-info.de








Binnenschifffahrt auf lebendigen Flüssen

Der BUND lehnt einen weiteren Ausbau unserer Flüsse ab und fordert Renaturierungs- programme, um die in der Vergangenheit verursachten ökologischen Schäden zu korrigieren.

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