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Info / 31. Oktober 2008
Naturschutzverbände reichen fristgerecht Begründung für Klage gegen Sacrow-Paretzer-Kanal ein
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat am Donnerstag
fristgerecht beim Bundesverwaltungsgericht die Begründung für die Klage
gegen den geplanten Ausbau des Sacrow-Paretzer-Kanal eingereicht.
Stellvertretend für die Naturschutzverbände aus Brandenburg und Berlin
wollen die Umweltschützer den naturzerstörenden und unwirtschaftlichen
Ausbau von Havel und Spree im Rahmen des Verkehrsprojektes 17 Deutsche
Einheit (VDE 17) zwischen Brandenburg/Havel und der Charlottenburger
Schleuse in Berlin stoppen. Unterstützt wird die Klage vom
Naturschutzbund (NABU), der Deutschen Umwelthilfe (DUH), der Grünen
Liga, der Berliner Landesarbeitsgemeinschaft für Naturschutz (BLN) und
den im Aktionsbündnis gegen den Havelausbau aktiven Bürgerinitiativen,
Verbänden und Parteien.
Tilmann Heuser, Landesgeschäftsführer des BUND Berlin: „Mit der
Klagebegründung zeigen wir auf, dass der Planfeststellungsbeschluss für
den Ausbau des Sacrow-Paretzer-Kanals aufgrund der damit verbundenen
Eingriffe in Natur, Landschaft und Wasserhaushalt rechtwidrig ist, da
die Wasser- und Schifffahrtsdirektion Ost nicht die von den
Naturschutzverbänden Alternative einer naturschonenden Modernisierung
des bestehenden Kanalprofils geprüft hat. Dadurch könnte aber die
Abgrabung der Ufer, der Verlust von 800 zum Teil sehr alten Bäumen und
die massiven Eingriffe in den Wasserhaushalt vermieden werden.
Angesichts der geringen prognostizierten Verkehrsbelastung von ca. 20 –
30 Güterschiffen am Tag besteht kein Bedarf für eine Vergrößerung der
Wasserstraße. Wir sind daher sehr zuversichtlich, dass wir die Klage
gewinnen werden und dieses Unsinnsprojekt endlich stoppen können.“
Dass die heutigen Bedingungen für eine moderne und wirtschaftliche
Binnenschifffahrt ausreichen und der weitere Ausbau unwirtschaflich sei,
zeige auch ein zur Vorbereitung der Klage von den Naturschutzverbänden
in Auftrag gegebenes Wirtschaftlichkeitsgutachten der TU Hamburg-Harburg.
Für Rückfragen:
Pressestelle BUND Berlin: (030) 78 79 00-12

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